Impro und Schule

Die Mehrzahl der Schüler leidet in Prüfungen unter Denkblockaden. Stoff der gelernt wurde, wird niedergemacht durch die immer gleichen Gedanken: Keine Ahnung. Keine Ahnung. Keine Ahnung.

Ich habe in einem Kreisgespräch nachspielen lassen, was in einer  Prüfungssituation genau geschieht. Vom Austeilen der Blätter bis zur Abgabe der Arbeit beschrieben die Schüler minutiös die Eskalationsschritte bis hin zum vollen Blackout. Sie stellten einen Teufelskreis dar, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

In Übungen des Improtheaters tauchen ebenfalls immer wieder Blockaden auf, teufelskreislose Blockaden. Aus „Keine Ahnung. Keine Ahnung. Keine Ahnung“ kann z.B. werden:“Ich ahne, dass ich keine Ahnung habe. Dann tue ich mal so, als ob ich Ahnung hätte“. Meist reicht das schon aus, um dem Blackout ein Schnippchen zu schlagen. Gleichzeitig wird der Kopf  frei  für den nächsten Gedanken.

Mit einer zehnten Klasse der Mittelschule in Gräfenberg haben wir an zwei Vormittagen einige einfache Improübungen gemacht. Anfangs lief es zäh, nach und nach wurde es  leichter und am Ende machte es  Spaß.

Danach kamen wir auf den Gedanken im Rahmen des Projektunterrichts die Schüler Karten zu den Improübungen gestalten und drucken zu lassen. Sie machten die Texte, die Fotos, die Videos und die Auswahl und Anordnung der Bilder. Es klappte alles  prima.

In nachfolgendemVideo haben wir diesen Prozess  dokumentiert .