Vergangenen August beendete ich meine Schulzeit und habe mich selbständig gemacht. Man könnte auch sagen, ich bin in Rente gegangen und arbeite selbständig weiter.

Eines habe ich in den vergangenen Monaten als wohltuend erlebt. Es ist ein geiles Gefühl morgens aufzuwachen und zu wissen, dass nichts sein muss und alles sein kann; alles sein kann, was ich will und nichts, was ich nicht will.

So reifte eines morgens der Gedanke heran, eine Reihe von Mini-Workshops anzubieten; Workshops zu Themen, die mich interessierten und anzogen, die ich noch nicht voll verstand.  „Lernen durch Lehren“ nennt man das, es ist eine äußerst effektive Methode zum Wissenserwerb bei bestehender Unwissenheit.

Als Lehrer habe ich es manchmal erlebt, dass ich in einer Unterrichtsstunde etwas erklärte, dass ich selbst noch nicht so richtig begriffen hatte. Indem ich es den Schülern klar machte, wurde mir langsam ganz klar, was zuvor höchstens halb klar war. Einem Ministerialbeauftragten sollte man das nicht auf die Nase binden; der erschrickt.

So näherte ich mich allmorgendlich meinen Mini-Workshops. Storytelling ist bspw. ein Thema, das mich  schon längere Zeit am Wickel hat. Aber so tief wie jetzt, bin ich noch nie in die Thematik eingetaucht. Ich hatte erwartet langsam Grund unter den Füssen zu erreichen, Pfeiffendeckel – das Thema weitet sich mehr und mehr aus, grundlos aber inspirierend und spannend.
Jeden Morgen kam ein weiteres Thema anmarschiert und wollte im Mini-Workshop-Reigen dabei sein. Die ersten fünf werden im März/April präsentiert:

5. März 2015        Storytelling – Wie man Geschichten erzählt, entwickelt und entdeckt
12. März 2015      Council in Schulen – Profunde Kommunikation auf Augenhöhe
19. März 2015      Design Thinking – Neuen Ideen Raum geben
26. März 2015      Die Kunst der Visualisierung – Ein Kurs für Nichtkünstler
23. April 2015       Improtheater – Lehren im Flow

Weitere sitzen im Wartezimmer: Gamifiction, Gamestorming, Betzavta, Alternate-Reality-Games, agile Techniken. Fast alles amerikanisch, trotzdem gut.

Tja und jetzt läuft der Countdown zum ersten Termin (5 März 2015), die gedruckten Flyer erhalte ich morgen, die Emails sind geschrieben und die Mund-zu-Mund-Propaganda kann loslegen.  Und ich hoffe sie tut es.

Die PDF-Datei des Flyers habe ich hier Inspiration am Feierabend bereitgestellt, da stehen auch alle Details drin.

Die Veranstaltungen finden im  Institut für Pädagogik und Schulpsychologie der Stadt Nürnberg, Fürther Str. 80 a
statt, kosten 10,- Euro und beginnen um 19:00 Uhr.

Wie man sieht, bin ich zwar aus der Schule ausgetreten, ganz losgelassen hat mich der Bildungsbereich aber nicht. Er ist viel zu wichtig, um ihn der Bürokratie zu überlassen.